Kielsanierung Bedenken

Veränderungen an der Delanta
mette
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Kielsanierung Bedenken

Beitrag von mette » Di 13. Apr 2010, 10:44

Hallo Dehlerfans, hab da noch ein paar Fragen bzw. Bitten, mir mit Euren Erfahrungen zu helfen. Obwohl ich meine Delanta inzwischen verkauft habe möchte ich meinem Nachfolger keinen schlechten Rat mit auf den Weg geben. Bislang habe ich jedes Jahr die Kiel-Rumpf-Verbindung vor Auftrag des Antifouling in der Weise behandelt, dass ich die Ritze zwischen Kiel und GFK gereinigt, loses Sika von Vorjahr entfernt, mit Sika-Primer vorgestrichen und die Fuge wieder neu ausgespritzt habe. Nach Durchtrocknung des Sika (ca. 1 - 2 Wochen) dann mit Antifouling übergestrichen. Dann mit Trailer 130 km zum Hafen, an den Kran und wieder ins nasse Element. Beim Kranen zeigte sich aber oft schon, dass sich die Fuge an einigen Stellen wieder rausdrückte, da der Kiel - freischwebend - durch das Gewicht sich etwas - ca. 2/3 mm - nach unten bewegte. Hab dann oft noch im Kran hängend so gut es ging nachgebessert. Ein Dehler-Mitarbeiter und ebenfalls Besitzer einer Delanta meinte, die Fuge müsse frei bleiben, damit sie die Bewegungen durch trailern, kranen ausgleichen könne. Die andere Methode wie von Stephan unter Antoni - Refit - Kielsanierung dargestellt, sieht natürlich sauberer aus, wobei mir aber die Bedenken kommen, ob die aufgetragenen Schichten nicht abplatzen könnten. Bislang war der Kiel innen immer supertrocken, trotzdem wäre ich um Euren Rat und Erfahrung verlegen, um sie meinem Nachfolger weiter zu geben.
Bei dieser Gelegenheit nochmals Dank an Euch alle, werde auf jeden Fall im Forum bleiben und mich über die weitere Entwicklung auf dem laufenden halten, evtl. kann ich ja auch noch einige Beiträge leisten.
mfg
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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von stephan » Di 13. Apr 2010, 11:45

Also ich hatte nie Probleme mit der ausgebesserten Fuge, obwohl das Epoxy sehr hart wurde. Auch das Trailern wurde gut überstanden und das Kranen war kein Problem, der Kiel hatte kein Spiel...
ABER:
Es war wohl tatsächlich mal so vorgesehen, dass die Fuge offen bleiben kann, denn es gab ja die Möglichkeit sich Leihkiele zu besorgen, mit unterschidlichen Tiefgängen und auch zum leichteren Transport. Nighty hat beispielsweise noch einen "richtigen" Kiel irgendwo stehen, der lange nicht benutzt wurde und hat jetzt so einen Kurzkielteil da drunter.

Wie gesagt, bei mir hat sich der Kiel nicht bewegt, aber wenn das bei der (ex)DE der Fall ist, würdfe ich maximal mit Sika arbeiten, wie Du das schon getan hast. Epoxy würde wegplatzen, da hast Du recht.

Ist doch nur ne Optik-Geschichte, solange alles dicht ist soll er es so lassen, würde ich sagen.
Viele Grüße
Stephan

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von relax » Di 13. Apr 2010, 12:56

Genau zu diesem Thema läuft ein thread von Febr. 09 von mir.
Den Tipp, daß die Fuge freibleiben muß, hat mir keiner gegeben ???
Nachdem die aufwändige Sanierung a la Stephan vor einem Jahr nicht erfolgreich war, bin ich ja selber auf die Idee gekommen, daß der Kiel "Bewegungsfreiheit" braucht.
Da frag ich mich ja wirklich, was schreib ich hier eigentlich.
Relax

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von stephan » Di 13. Apr 2010, 13:42

Die Fuge "soll" ja nicht offen bleiben, im Original war es mit Sika verfugt. Es war dann halt normal, dass man mal nacharbeiten musste. Das war eben die Idee des abnehmbaren Kiels. Auch bei anderen Booten mit untergebolztem Kiel muss ab und zu an dieser Fuge gearbeitet werden, aber undicht wird da nix.

Wie gesagt, ich hatte mit "meiner" Epoxy-Methode guten Erfolg
Viele Grüße
Stephan

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von stephan » Di 13. Apr 2010, 13:45

Beitrag von Relax zur Sanierung-bitte klicken

Hier der Verweis auf den anderen Beitrag.
Viele Grüße
Stephan

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von relax » Di 13. Apr 2010, 15:47

Ja, Stephan, da hast Du wirklich Glück gehabt, denn wie ich schon schrieb, ist in dieser Zone Bewegung. Ich hatte mich da blind auf Dein Refit verlassen ohne weiter darüber nachzudenken.
Der Kiel wird mit seiner "Platte" untergeschraubt und dichtet auf dieser planen Fläche.
Die Fuge, die da bleibt darf eigentlich nicht mit Epoxyd verspachtelt werden weil das nicht dehnfähig ist. Obwohl meine Bodenstruktur stabil und o.k. ist kommt das Bodenbrett beim Trailern ein paar Millimeter hoch.Ich denke mir, das ist bei Rundspanntern ganz normal denn so steif kann kein Rumpf in diesem Bereich sein, daß sich hier Nichts tut.
Wir haben doch in diesem Forum einen "Dehler-Kiel-Rumpfspezialisten" der zu diesem Thema
leider überhaupt noch Nichts gesagt hat?

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von Nightfighter » Di 13. Apr 2010, 17:04

Meinst Du mich?
Ich gehe jedes Jahr mit der Drahtbürste dran, Primocon drüber, Antifouling...
Auch bei mir ist ein wenig Bewegung.
Mein Kiel hat aber auch trotz des geringen Gewichts einen größeren Hebel, da er "hinten übersteht" aber nur die gleiche Fläche zur Befestigung hat.
Der ganze untere Teil inkl. der Verdickung fehlt bei mir...
Über den Übergang Kiel-Boot habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, da das bislang nicht nötig war. Keine Blasen, nur wenig Rost, keine Aufwerfungen...

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von stephan » Mi 14. Apr 2010, 16:16

relax hat geschrieben:Ja, Stephan, da hast Du wirklich Glück gehabt, denn wie ich schon schrieb, ist in dieser Zone Bewegung. Ich hatte mich da blind auf Dein Refit verlassen ohne weiter darüber nachzudenken.
Sorry Martin, dass das nicht so geklappt hat, aber ich hab das ja auch nur nach bestem Wissen und Gewissen so gemacht :sweat: Leider können wir bei mir die Langzeitwirkung ja nicht mehr testen...
Viele Grüße
Stephan

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von relax » Mi 14. Apr 2010, 19:13

Stephan, das war kein Vorwurf, ist doch meine Schuld.
Was mich ein bißchen ärgert ist, daß ich im vorletzten Winter so viel über die bewußte Sanierung geschrieben habe und keiner sagt mal etwas. Dieses und überhaupt ein Forum soll doch auch
Unwissende von irgendwelchen sinnlosen Arbeiten an Ihrem Boot abhalten, weil sie schon einmal schlechte Erfahrung gemacht haben oder einfach etwas wissen. Selbst Zweifler sind doch schon interessant, weil man sich einfach noch mal die Sache durchdenkt.
Nun ja, ich denke die Sache Kiel/Spalt ist jetzt klar erkannt und hoffe einige profitieren hier von uns.
Gruß Martin

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Re: Kielsanierung Bedenken

Beitrag von Karl » Mi 14. Apr 2010, 22:54

Hallo

Ich möchte noch etwas zum Beitrag von relax zum Thema Steiffigkeit im Kielbereich sagen. Auch bei mir drückt das Kielsegment das Bodenbrett im
Winterlager ein wenig an. Kunststoff ist nun mal elastisch. Und das ist auch gut so. Wenn nicht, ist es spröde und es könnte brechen. Schließlich stehen dort auf der kleinen Kielverbindung ca. 1.5 Tonnen.

Gruss

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