Mastfuss und Salondach

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Mastfuss und Salondach

Beitragvon Northsailor » Do 20. Okt 2016, 11:38

Hallo!

Ist das Salondach bei der DU ähnlich in der Sandwichbauweise wie bei der Delanta? Ist dort Bootsbausperrholz verabeitet? Besonders direkt hinter dem Mastfuss, wo die Kabel durch das Dach gehen, würde mich der Aufbau interessieren. Oder handelt es sich dort eventuell um einen kleinen Hohlbereich?

Weiss auch zufällig jemand, ob es im massiven Mastfuss selber eine Öffnung gibt, durch die z. B. Feuchtigkeit dringen könnte? Oder ist das Ding dicht? Ich wollte nicht extra den Mast legen, nur um einmal einen Blick in die Aushöhlung im Fuss werfen zu können.

Ich bin derzeit am überlegen, ein Solarpanel auf dem Boot zu installieren. Dafür kommen für mich nur das Schiebeluck der Achterkajüte oder die Garage für die Luke zum Salon in Frage. Da das Luck der AK max 51 x 52 cm zulässt, wären hier auch nur höchstens 40 Watt möglich. Nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass man dafür auch optimale Sonne benötigt, um da ranzukommen. Da die Garage eh nicht betreten werden kann, wäre das auch eine gute Stelle.

Handbreit

Dirk
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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon axi » Fr 21. Okt 2016, 10:06

Hallo Dirk,
der Mastfuss ist bei meiner Duetta 86LS mit 2 (Korrektur: 3) Schrauben mit der Maststütze verbunden.
Zwischen Maststütze und Mastfuss ist bei mir ein Hartholzbrett einlaminiert, das erkennt man deutlich, wenn man sich die Bohrungen für die Elektrodurchführungen näher betrachtet.
Bei mir waren Undichtigkeiten immer im Bereich der Elektrodurchführungen.
Wenn man den Deckel an der Salondecke entfernt, sieht man mit etwas Glück, an welchem Kabel das Wasser durchkommt.
Viel Glück
Werner

PS Ich habe den Deckel an der Salondecke mit zwei kleinen Löchern versehen, damit ich Undichtigkeiten schneller erkenne (bevor der Deckel "überläuft"). Ich möchte verhindern, dass das Brett nass wird und vergammelt.

Habe gerade noch 2 Fotos gemacht.
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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon Northsailor » Di 25. Okt 2016, 10:52

Super! Vielen Dank für die Bilder! Die könnten glatt von meinem Boot sein! Sieht nämlich genauso aus!

Ich habe den Verursacher scheinbar gefunden! Der Vorbesitzer hat nachträglich ein Antennenkabel verlegt, dieses hinter die 3 aus dem Salon kommenden Anschlüsse gesetzt. Das ist leider nicht sauber verarbeitet worden. Nicht nur, dass einfache Schrauben mit gerade mal 5 mm länge verwendet wurden, die auch noch vor sich hinrosten, auch wurde keine richtige Dichtung mit verbaut. Besonders ärgerlich ist nun, dass das Kabel wie auch immer so extrem kurz bemessen ist, dass ich das Anschlussstück nur wenige Millimeter anheben kann. Wieso für die Funke nicht das Achterstag genutzt wurde, was ja möglich ist, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich habe mir aber auch schon eine Idee mit einer Mastmaschette aus Neopren einfallen lassen, die die Kabel mit einschließt und dennoch unterhalb des Baumniederholers verlaufen kann. Die gibt es sogar in fast der passenden Farbe zum Salondeck. Werde mal Fotos machen, wenn ich das alles fertig habe.
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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon axi » Di 25. Okt 2016, 11:57

Hallo Dirk,
Für die UKW-Antenne muss man schon auf den Mast. Ein isoliertes Achterstag ist mit einem Balunfür KW (und Grenzwelle?) als Antenne geeignet.
Wenn Du Dir das Leben erleichtern willst, ziehe neue Kabel in den Mast. Du ärgerst Dich lange rum und machst es dann doch. Ich spreche aus Erfahrung.

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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon Northsailor » Do 26. Jan 2017, 15:17

Hallo @all!

Nachdem nun die letzten Tag doch hin und wieder etwas Schnee auf dem Salondach gelegen hatte, ist auch wieder das leidige Thema der (leichten) Leckage im Salondach bei den Kabeldurchgängen hochgekommen.

Spätestens bei etwas besserem, wärmeren Wetter möchte ich das Problem ein für allemal lösen.

Ich habe mir dazu jetzt folgendes überlegt:

Die Kabel sowie die Steckverbindungen auf dem Dach werden entfernt, die Löcher dann erstmal von oben überdacht und möglichst trocken gelegt. Eventuell weite ich die noch, verschließe sie dann erstmal mit Epoxidspachtel von unten um sie dann komplett mit Glasfaserschnipsel und Gießharz zu verfüllen. Dadurch erhoffe ich mir einen festen Kern, den ich dann einfach neu durchbohre um die Kabel wieder durchziehen zu können.

Was haltet Ihr von dieser Idee? Ich möchte eigentlich damit verhindern, dass bei neuerlichem Wassereinbruch kein Wasser mehr im Salondach zurückbleiben kann, sondern wenn nur nach unten durchläuft. Macht das Sinn?

Alternativ war ich auch schon am überlegen, ein dünne Kunststoffabdeckung (eventuell aus Glasfaser) über die Löcher zu kleben um so neue Festigkeit für die Kabelstecker zu erreichen und die Löcher erheblich zu verkleinern.

VG

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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon axi » Fr 27. Jan 2017, 00:01

Hallo Dirk,
habe Deine Probleme auch gehabt, es hilft nur eins:
Alles ausbauen, saubermacher und dann die Steckdosen auf Deck vernünftig eindichten, dann ist Dein Deck auch dicht. Wenn man diese Arbeit sorgfältig macht, hat man Ruhe.
Alles andere ist überflüssig und bei neu geschaffenen Decksdurchbrüchen hast Du das Problem auch.
Also: Alles gut reinigen, dann die Steckdosen mit Sicaflex oder Pantera einsetzen, anziehen, bis das Dichtmittel noch einen knappen mm dick ist und warten. Nach dem Abbinden die Schrauben anziehen.
Unten offen lassen, ermöglicht das Austrocknen.
Die Kabeleinführungen in die Stecker sind auch wichtig, wenn hier Nässe eindringt, korrodieren die Anschlüsse.
Das ist alles kein Hexenwerk, erfordert nur mehr Zeit, als man für ein so "kleines" Problem gerne aufwenden möchte.
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Zuletzt geändert von axi am Fr 27. Jan 2017, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon axi » Fr 27. Jan 2017, 14:11

Northsailor hat geschrieben:Ich habe mir dazu jetzt folgendes überlegt:

Die Kabel sowie die Steckverbindungen auf dem Dach werden entfernt, die Löcher dann erstmal von oben überdacht und möglichst trocken gelegt. Eventuell weite ich die noch, verschließe sie dann erstmal mit Epoxidspachtel von unten um sie dann komplett mit Glasfaserschnipsel und Gießharz zu verfüllen. Dadurch erhoffe ich mir einen festen Kern, den ich dann einfach neu durchbohre um die Kabel wieder durchziehen zu können.


Wenn Du das durchziehen willst, dann kommt auch folgendes in Frage:
https://www.svb.de/de/edelstahl-kabel-d ... hrung.html
Ist auch eine nachhaltige Lösung. Du hast die Trennstellen dann unter Deck im Trockenen.
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Beitragvon Northsailor » Fr 27. Jan 2017, 21:29

Uih...das ist auch eine Idee! Vielen Dank für den Link! Habe mir schon vieles angesehen, das aber noch nicht! Sollte doch mal den Katalog durchblättern :-)))

Schönes Wochenende :-)
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Re: Mastfuss und Salondach

Beitragvon Ségo » Sa 28. Jan 2017, 16:49

Stimme mit Axi überein.
Habe letztes Jahr sämtliche Stecker erneuert, allerdings weniger wegen Feuchtigkeit, sondern weil die alten Original-Stecker schon so vergammelt waren, dass man sich nicht mehr darauf verlassen konnte, dass durchgängig Strom fliesst.
Vorher und nachher dank sorfältiger Isolierung -wie schön- keine Feuchtigkeit.

Für Solarpanele sehe ich eigentlich nur zwei sinnvolle Anbauorte.
Entweder auf oder über der "Schiebeluk-Garage" oder eine flexible Variante auf der Sprayhood.
Bin gespannt auf die Erfahrungen derer, die schon welche nutzen.
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Beitragvon Northsailor » So 19. Mär 2017, 20:14

N'Abend!

Nachdem ich gestern einen super Samstag mit Polieren und Wachsen verbracht habe, wodurch der Rumpf nun wieder strahlt wie ein neues 10-Cent-Stück, entpuppte sich der Sonntag heute als mein dies horribils :-(

Nachdem ich erstmal sämtliche Dichtungen an den Steckern hinterm Mast ausgetauscht habe, stellte ich nun fest, dass das überhaupt keine Wirkung zeigt. Ich habe sogar den Eindruck, dass nun noch mehr Wasser durchkommt! Heute ist nun auch wirklich ein sch... herbstlicher Regentag. Ich habe also die Radikaltour gewählt und nun erstmal ca. 2 cm2 große Stücke um die Leitungen ausgeschnitten um einen besseren Blick unter den Salonhimmel zu bekommen. Da ja am Ende eh die Schale wieder angeschraubt wird, sieht man das ja später nicht. Ich habe jedoch den Eindruck, dass das Wasser auch durch Stellen am Mastfuss durchkommt. Ich werde den also auch bei gutem Wetter mit Sikaflex erstmal abdichten und dann schauen, was passiert. Notfalls kommt der Mast runter und der Fuß raus! Doofe Frage dazu: der Mastfuss ist doch massiv und in der Mitte unterm Mast mit Ausnahme der Schraube doch durchgehend dicht, oder?

Aber viel erschreckender war heute die Feststellung, dass der Bereich der Bilge unter dem Niedergang total unter Regenwasser stand. Die Herkunft konnte ich erst nicht ausmachen. Sowohl hinter der Pantry als auch in der Toilette ist alles trocken.

Nun habe ich letztes Jahr die Scheuerleiste abgebaut, geschliffen und mit Schoner Gold auf hochglanz gebracht. Sieht echt super aus. Diese Scheuerleiste war neben der Verschraubung auch mit Silikon verklebt. Hinter der Leiste befindet sich im Rumpf eine ca. 2 mm breite und 3 oder 4 mm tiefe Einkerbung über die gesamte Länge. Diese ist scheinbar nach Fertgstellung direkt in den Rumpf geschnitten worden, da kein Gelcoat vorhanden. Abgedichtet wurde die Leiste mit Silikon. Das habe ich die letzten Tage angefangen zu entfernen. Scheinbar dringt hier nun Regenwasser durch. Nach langem Suchen konnte ich ein kleines Rinnsal hinter der Toilettenwand beim Tank ausmachen. Dieses verschwindet nach oben wieder durch die Wand hinter dem kleinen Kasten in der Toilette, der den Luftschlauch der Heizung verdeckt. Darin konnte ich nach Demontage eine kleine Pfütze ausmachen. Also kurz...scheinbar ist der Rumpf durch Verschraubung und Einkerbung hinter der Scheuerleiste undicht. Sonst käme nur noch die Teakleiste an Deck in Frage. Eine Relingstütze ist in dem Bereich jedenfalls nicht vorhanden.

Soviel zu einem tollen Samstag und einem sch... Sonntag. Naja, man muss positiv denken.


VG

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