Schadensmeldung Versicherung (wie man's nicht machen sollte

Angebote, Ärger, Schadensabwicklungen ...
Antworten
relax
Erfahrener Dehlist
Beiträge: 1859
Registriert: Fr 21. Sep 2007, 15:00
Bootstyp: Delanta 75
Heimatrevier: mein Goldfischteich
Wohnort: Ratzeburg

Schadensmeldung Versicherung (wie man's nicht machen sollte

Beitrag von relax » So 4. Okt 2009, 15:36

Hallo zusammen,
ich habe einen Haftpflicht-Versicherungsschaden und bin dumm in die Falle getappt.
Zur Sache:
Im Juni diesen Jahres hatten wir einen Sturm aus West mit vielleicht 8-9 Beaufort. Die Heckleine meines Bootes hat sich losgerissen ( wie auch immer) und mein Boot ist gegen meinen Nachbarn getrieben und hat dort Schaden hinterlassen. Der Fehler liegt eindeutig bei mir, da die Leine nicht mehr ganz neu war, vielleicht auch zu schwach ( diese windstärken sind bei uns selten), keinen Fender gesetzt, nicht kontrolliert usw.
Blauäugig habe ich der Versicherung mitgeteilt, daß ein Schaden entstanden ist, mit Fotos usw. und daß meine Heckleine durch den starken Wind gerissen ist.
Insider werden jetzt sagen, aha alles klar: "Höhere Gewalt"!!!!
Ja, so kam es, die Versicherung hat abgelehnt.
Ich habe jetzt der Versicherung mitgeteilt, daß hier der Fehler eindeutig bei mir liegt, mangelnde Vorsorge etc. - Mal sehen was rauskommt - werde berichten.
Mal wieder ein Beispiel, daß jeder Versicherungsschaden erst mit einem Fachmann besprochen werden muß. Ein falsches Wort oder eines zu wenig und die Versicherung verweist auf das Kleingedruckte.
Gruß Relax

Benutzeravatar
Möhne
Erfahrener Dehlist
Beiträge: 60
Registriert: Fr 8. Jun 2007, 15:13
Bootstyp: Delanta 78
Heimatrevier: Möhnesee
Wohnort: Möhnesee

Beitrag von Möhne » So 4. Okt 2009, 16:01

Hallo relax,
wer ist denn der Versicherer oder der Versicherungsmakler ?
Bei so einer eindeutigen Sachlage sollte es eigentlich keine Probleme geben.
Gruß vom Möhnesee

relax
Erfahrener Dehlist
Beiträge: 1859
Registriert: Fr 21. Sep 2007, 15:00
Bootstyp: Delanta 75
Heimatrevier: mein Goldfischteich
Wohnort: Ratzeburg

Beitrag von relax » So 4. Okt 2009, 18:07

Tja, Möhne, das ist es ja gerade, die Sachlage war für mich auch klar aber für die Versicherung nicht.
Wenn dein Boot bei Sturm vom Haken reißt bzw. die Anlegeleine reißt, dann ist das "Höhere Gewalt" und deine Haftpflicht bezahlt nicht.
Du mußt denen nachweisen, in diesem Fall als Schädigender, daß du einen Fehler gemacht hast, also deine Sorgfaltspflicht vernachlässigt hast. Dann zahlt deine Haftpfichtversicherung.
Wobei das auch wieder ein schwammiges Gebiet ist, wie dick müssen die Leinen bei einem 7.5m Boot bei Windstärke 8 sein???? Zumal noch eine Kuchenbude aufgebaut war etc. . Da reichen keine Erfahrungswerte wie, eine 14ner Leine mit Ruckfender müßte eigentlich ausreichen. Hier müssen Sachverständige ran, die das genau ausrechnen.
Weitere Angaben möchte ich zur Zt. hier noch nicht machen, erst wenn das "Ding" gelaufen ist.
Gruß Relax

relax
Erfahrener Dehlist
Beiträge: 1859
Registriert: Fr 21. Sep 2007, 15:00
Bootstyp: Delanta 75
Heimatrevier: mein Goldfischteich
Wohnort: Ratzeburg

Beitrag von relax » Di 20. Okt 2009, 20:54

Jetzt scheint es durch zu sein, die Versicherung will zahlen nachdem ich ihr mitgeteilt habe, daß meine Heckleine alt und für Windstärke 8 unterdemensioniert war.
Also Leute, bei Haftpflichtschäden müßt ihr eindeutig schuld sein.
Ist ja immer so eine verzwickte Sache, bei zu viel "Schuld" könnte die Versicherung mit fahrlässigem Handeln kommen etc. , dann können sie sich auch wieder rauswinden.
Beim nächsten Mal werde ich vorher einen Fachmann befragen bevor ich einen Kommentar abgebe.
Gruß Relax

Antworten